Unterricht im und ums Wasser
Die Klassen 6a und 6b zu Besuch im LBV-Zentrum

Am 09.05.2018 besuchten die Klassen 6a und 6b im Rahmen des PCB-Unterrichts, Thema „Lebensraum Wasser“, das LBV-Zentrum Mensch und Natur in Nößwartling bei Arnschwang. Die Umweltstation des Landesbundes für Vogelschutz, die auch vom Bayerischen Umweltministerium anerkannt ist, liegt in idyllischer Lage am Fluss Chamb. Dort verbrachten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen einen erlebnisreichen Vormittag.
Monika Kerner, Markus Schmidberger und der FSJ-ler Benjamin hatten sich vorgenommen, den Mädchen und Jungen auf verschiedene Weise das Thema „Wasser“ näher zu bringen.
Zum Glück meinte es der Wettergott an diesem Mittwoch gut mit den Besuchern der JBM-Cham. Sonnenschein und angenehm warme Temperaturen waren die besten Voraussetzungen für einen Erlebnistag im und am Wasser.
Anfangs wurden die Buben und Mädchen in drei verschiedene Gruppen eingeteilt, die abwechselnd unterschiedliche Stationen bzw. Programmpunkte im Laufe dieses Vormittags durchlaufen sollten.

Am Eisvogelsteig, einem Klettersteig, der im Fluss Chamb angelegt wurde, erlebten die Schülerinnen und Schüler die Kraft und Wucht des Wassers. Bekleidet mit wasserdichten Hosen und Stiefeln stiegen sie zusammen mit Benjamin ins Wasser und durchwateten die ausgewiesene Strecke entlang eines Stahlseiles langsam und konzentriert. Dabei mussten sie die Anweisungen von Benjamin genau befolgen, um sicher durch den Fluss zu kommen. Gleichzeitig erfuhren sie viele Details über den Lebensraum Wasser, durften hin und wieder einen Blick durch die Wasserlupe unter die Wasseroberfläche werfen und konnten Altwasser, fließendes Wasser und das große Wasserrad betrachten.
Danach ging es mit dem Geschäftsstellenleiter Markus Schmidberger zu den Tümpeln des idyllisch gelegenen Geländes. Er erklärte den Gruppen viel Wissenswertes über die Tierwelt am und im Wasser, im Speziellen über die Frösche, aber auch über den Biber, der ja bei einigen Menschen leider einen schlechten Ruf besitzt. Herr Schmidberger berichtete anschaulich und interessant über die Lebensweise dieses besonderen, schützenswerten und optimal an seinen Lebensraum angepassten Säugetieres. Sogar zwei ausgestopfte Biber hatte er als Anschauungsobjekte dabei, die jeder betrachten, anfassen und bewundern durfte. Bei einem Kartenquiz über den Wasserkreislauf konnte die Gruppe schließlich zeigen, was sie über das Thema schon gelernt hatte.

Nach diesem zweiten Teil machten sich die Mädchen und Buben zusammen mit Monika Kerner auf ins Labor, um die Welt des Mikrokosmos zu erkunden, sprich, um das zu sehen, was der menschlichen Wahrnehmung normalerweise verborgen bleibt. Hierfür mussten sie aber zuerst aus einem kleinen Tümpel mit Kescher und Eimer kleine Wasserlebewesen fischen und diese dann vorsichtig ins Labor transportieren. Dort durften die Schüler dann eigenständig den Umgang mit Mikroskop, Pipette und Petrischale üben und ihre Wassertierchen genauer betrachten sowie mit bereitliegenden Bestimmungsbüchern benennen. Es zeigte sich, dass den Mädchen und Buben verschiedenste Insekten, Spinnentiere und Schnecken ins Netz gegangen waren. Dabei waren alle sehr beeindruckt von der Artenvielfalt und dem Aussehen der mit bloßem Auge so unscheinbar wirkenden Tierchen. Frau Kerner teilte anschließend noch Blätter und Stifte aus und die Schüler versuchten, ein Tier, das sich unter ihrem Mikroskop befand, selbst nachzuzeichnen. Am Ende wurde alles ordentlich aufgeräumt und die Tierchen natürlich wieder lebend in die Freiheit entlassen.
Viel zu schnell war der interessante Vormittag vorbei und Schüler sowie Lehrkräfte bedankten sich beim Team des LBV-Zentrums für die erlebnisreichen Stunden.