Besuch im Kelten- und Römermuseum Manching

Die Klassen 6a und 6b auf historischer Exkursion

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Vor über 2000 Jahren befand sich in Manching eine der bedeutendsten keltischen Städte Europas. Darüber hinaus war in frührömischer Zeit in unmittelbarer Nähe von Manching, nämlich in Oberstimm, ein römisches Militärlager aufgebaut.  Das Kelten- und Römermuseum Manching präsentiert Funde aus über 100 Jahren archäologischer Ausgrabungen beider Zeitepochen und lässt den damaligen Alltag der Menschen greifbar nah erleben.
Im Januar 2018, gleich nach den Weihnachtsferien, starteten die Klassen 6a und 6b in Richtung Manching, um dort mehr über das Leben der Römer im südbayerischen Raum zu erfahren. Dort angekommen teilte man sich klassenweise auf, um in die Welt der Römer einzutauchen. Eine Gruppe ging mit der Archäologin Frau Limmer in die Museumswerkstatt, um dort selbst einen Glücksbringer zu fertigen, den jeder als Andenken mit nach Hause nehmen durfte. Frau Limmer erzählte, dass die Bekleidung der Römer mit sehr kunstvoll verzierten Schließen, Knöpfen und Medaillons bestückt war, welche zugleich Glücksbringer waren und die Besitzer vor bösen Geistern schützen sollten. Im Anschluss durfte die Gruppe unter fachlicher Anleitung der Archäologin selbst einen Anhänger fertigen, der zum Schluss noch mit einer Schwefellösung künstlich ein antikes Aussehen erhielt. Anschließend wurde die Gruppe von einer weiteren Mitarbeiterin in die Römerabteilung geführt. Beide Klassen tauschten nun die Programmpunkte. Zuerst betrachtete man an einer großen Wandkarte, welche Gebiete Europas die römischen Eroberer damals erreichten. Im Anschluss wurde die Gruppe zu einem anschaulichen und beeindruckenden Modell des Römerlagers Oberstimm geführt. Dort konnte man erfahren, wie die einzelnen Gebäude genutzt wurden und wie das Lagerleben in einem römischen Kastell ausgesehen hatte. Ein Schüler wurde dann wie ein römischer Legionär eingekleidet, was den beschwerlichen Alltag zu dieser Zeit sehr deutlich machte. Nun ging es weiter zu zwei einzigartigen, beinahe komplett erhaltenen Militär-Schiffen aus der Zeit von Kaiser Trajan (98-117). Die Schüler durften in einem Nachbau Platz nehmen und erhielten dort weitere Informationen über dieses „High-Rech-Schiff“ der Römerzeit. Nach einer Stärkung in der Museums-Cafeteria konnte man den Keltenbereich des Museums mit Hilfe von Audio-Guides erkunden. Mit vielen Eindrücken und neuem Wissen über das Leben der Römer und Kelten im süddeutschen Raum in früheren Zeiten im Gepäck trat man die Heimreise in Richtung Cham an. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an Frau Czakalla, die diese interessante und lehrreiche Fahrt ein weiteres Mal organisiert hatte.