Einblicke in die Berufswelt der Bundeswehr

Karriereoffizier Neumeier zu Gast an der Johann-Brunner-Mittelschule Cham
 

Oberleutnant Neumeier bei seinem Vortrag an der JBM
 

Auslandeinsätze 2017
 

Welche Aufgaben hat heute ein Soldat bei der Bundeswehr? Wie läuft ein Auslandseinsatz ab? In welchen Ländern sind deutsche Soldatinnen und Soldaten derzeit stationiert? Wie sieht es mit den unterschiedlichen Ausbildungsberufen aus?
Diese und viele weitere Fragen klärte Oberleutnant Neumeier aus Regensburg, der als zuständiger Karriereoffizier im Rahmen der beruflichen Orientierung vor den beiden M10-Klassen der Johann-Brunner-Mittelschule Cham sprach.
Im ersten Teil des Vortrags ging er dabei auf die Geschichte der Bundeswehr seit ihrer Gründung im Jahr 1955 und die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht ein, die derzeit zwar ausgesetzt ist, aber immer noch im Grundgesetz steht. In Zeiten des Kalten Krieges war ein Höchststand an „Bürgern in Uniform“ erreicht: etwa 500.000 Bundeswehrangehörige gab es zu diesen Zeiten. Derzeit sind es ca. 180.000 Männer und Frauen, die bei der Bundeswehr arbeiten. Aufgrund der vielen internationalen Einsätze strebe man derzeit auch wieder eine höhere Truppenstärke an.
Die aktuellen Einsatzgebiete reichen dabei von der Westsahara (Marokko) mit 4 Mann über die Ausbildung von Sicherheitskräften in Afghanistan und dem Irak bis hin zum personalintensivsten Einsatz in Mali, wo 1200 Soldatinnen und Soldaten Teil einer internationalen Einheit sind, die dort den Frieden sichern sollen. Diese Einsätze auf der ganzen Welt seien auch die Ursache dafür, dass jeder der sich heute für die Bundeswehr entscheide damit rechnen müsse, in einen Auslandseinsatz zu gehen, so Neumeier.
Im zweiten Teil des Vortrags zeigte Neumeier die Möglichkeiten als Soldat/in oder Zivilbeschäftigter bei der Bundeswehr auf. Dabei machte er klar, dass bei der Bundeswehr Mobilität gefordert werde, da die verschiedenen Ausbildungsorte quer über die ganze Bundesrepublik verteilt sind. Gleichzeitig wies er aber auch darauf hin, dass auch die Bundeswehr eine gute Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf anstrebe. Abschließend machte Neumeier klar, dass man sich nicht sofort für eine Karriere bei der Truppe entscheiden müsse, da auch nach einer Ausbildung in Handwerk oder Industrie noch alle Wege offen stehen würden.