Große Betroffenheit beim Besuch der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg


Die Schülergruppe vor dem Eingangstor zur KZ-Gedenkstätte

   

Die Schüler der Klassen 8aM, 8b, 8c und 8dG der Johann-Brunner-Mittelschule Cham besuchten zusammen mit ihren Klassenleitern Fr. Okyere, Hr. Maier, Hr. Knockl, Fr. Schamberger und der Sozialpädagogin Fr. Dietrich die KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg.
In einem zweistündigen, geführten Rundgang, den vier geschulte Mitarbeiter leiteten, bekamen die Schülerinnen und Schüler einen Eindruck dessen vermittelt, was in den Jahren 1938 bis 1945 im Lager geschah. An diesem Erinnerungsort in Flossenbürg erfuhren sie viel über den Alltag im ehemaligen Arbeitslager und das Leben der Häftlinge.
Das KZ Flossenbürg war kein Vernichtungslager, sondern ein Arbeitslager, in dem rund 100 000 Häftlinge verschiedenster Herkunft zwischen 1938 und 1945 im nahe gelegenen Steinbruch Granit abbauen mussten. Vom ehemaligen Lager sind heute noch der Appellplatz, drei Wachtürme, das Krematorium, Teile des Arrestbaus, die einstige Lagerwäscherei, die Lagerküche und die Offiziershäuser übrig. Das Leben im Lager war unmenschlich. Die Gefangenen wurden erniedrigt, gedemütigt und ihrer Menschenwürde beraubt. Im Häftlingsbad wurde ihnen die Kleidung weggenommen und alle Haare abrasiert, um sie anschließend mit kochend heißem und eiskaltem Wasser abzuduschen. Dann erhielten sie eine einheitliche, blau-weiß-gestreifte Häftlingskleidung und eine Nummer.
Die Terror- und Gewaltherrschaft der SS wurde den Schülerinnen und Schülern bewusst, als sie das Krematorium mit dem Verbrennungsofen betraten. Mehr als 30 000 Menschen aus über 30 Ländern starben an den Folgen von Kälte, Hunger, Krankheiten und Hinrichtungen. Ihre Leichen wurden im Krematorium verbrannt.
Außerdem konnten die Schülerinnen und Schüler das „Tal des Todes“ in der Gedenkstätte besichtigen. Dazu gehören Gräber, der Erschießungsplatz und eine Aschenpyramide von rund 15 000 Häftlingen.

Diese Geschichtsexkursion wurde im Rahmen des Programms des Landkreises Cham für Projekte zur Förderung von Toleranz und Demokratie finanziell unterstützt.

Die Schüler der JBM bekamen klassenweise eine Führung durch die Gedenkstätte

       

   

Im Häftlingsbad                                                               

                                                              Im Krematorium