Großes Interesse am Informationsabend zur Fächerwahl der Mittelschule

Interessant, abwechslungsreich, anspruchsvoll - so könnte man das Fächerangebot der Mittelschule bezeichnen. Weit über 100 Schüler und Eltern der 6. und 7. Klassen fanden sich deshalb an ihrer JBM ein, um vor allem praktische Informationen über die berufsorientierenden Zweige der Mittelschule zu erhalten.
Eine Besonderheit der berufsorientierenden Wahlpflichtfächer der Mittelschule liegt darin, dass man sich nicht schon "vorher" für einen Bereich entscheiden muss, den man noch gar nicht kennt. In der 7. Klasse lernen die Schüler alle drei berufsorientierenden Fächer kennen: Technik, Wirtschaft und Soziales. Eines dieser Fächer wird nach der 7. Klasse je nach Eignung und Interesse abgelegt, die beiden anderen in der 8. Klasse weiter besucht. Für die 9. Klasse legen die Schüler dann wieder eines der beiden verbleibenden Fächer ab und spezialisieren sich auf ein einziges berufsorientierendes Fach mit 4 Unterrichts­stunden pro Woche. Von den Schülern des M-Zuges wird dieses Fach in der 10. Klasse weitergeführt. Dieses berufsorientierende Fach ist bei den Abschlussprüfungen der 9. und der 10. Klasse ein Pflichtfach, was die Bedeutung des berufsorientierenden Faches im Fächerkanon der Mittelschule zeigt.

In dieser Spezialisierung finden die Schüler Zugang zu den vielfältigen Berufsangeboten und erwerben fachliche Fähigkeiten, die sie zum Ergreifen einer Ausbildung im Wunschberuf befähigen.
Im ersten Teil des Informationsabends im vollgefüllten Konferenzraum der Schule wurden die fachlichen Inhalte der drei berufsorientierenden Zweige vorgestellt:

Für den berufsorientierenden Bereich Soziales berichteten Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 7 – 10 zusammen mit ihrer Fachlehrerin Agnes Weinzierl. Sie stellten jeweils die Inhalte und Anforderungen der jeweiligen Jahrgangsstufen bis zu den Projekten und Abschlussprüfungen vor. Werden bereits in der 7. Klasse die Grundlagen praktischer Fertigkeiten in der Küche gelegt, so kommen im Laufe der Jahre immer mehr auch gesundheitliche Aspekte der Ernährung in den Fokus des Faches und Zielberufe, nicht nur Berufe wie Koch oder Restaurantfachkraft, sondern auch soziale Berufe werden kennengelernt. Aspekte der Planung und Organisation spielen bei den Abschlussklassen schon im Hinblick auf die Prüfung dann eine besonders große Rolle.
Die Wirtschafts-Fachberaterin Beate Holzinger informierte im Anschluss über die Anforderungen des Wahlpflichtfaches Wirtschaft und zusätzlich auch des Wahlfaches Buchführung, das vor allem für die Schüler des M-Zugs von besonderer Bedeutung ist. Ausgehend von der Vermittlung der Grundlagen, z. B. durch geschicktes 10-Finger-Schreiben, über das Kennenlernen und Verwenden exakter Normen beim Verfassen von korrekten Geschäftsbriefen bis zur Autorenkorrektur und Textgestaltung sowie dem Erstellen von Präsentationen und Excel-Berechnungen sind auch und insbesondere Ausbildungsberufe im Bereich der Verwaltung und der Bürokommunikation im Blickfeld.
Regelmäßiges Üben ist in jedem Fall wichtig, um bereits in der 7. Klasse und im Tastschreiben der 6. Klasse die Grundlagen für die anspruchsvollen Inhalte der 8. - 10. Jahrgangsstufe zu legen.
Der Technik-Fachberater Robert Fuchs stellte den berufsorientierenden Zweig Technik vor. Handwerkliches Geschick und Interesse zeigen sich schnell in der 7. Klasse. In der 8. Klasse werden die theoretischen Anforderungen durch Technisches Zeichnen und CAD deutlich gesteigert. In der 9. und besonders in der 10. Klasse arbeiten die Schüler auch an anspruchsvollen Projekten und Inhalten. Sie erwerben zusätzliche Fähigkeiten durch einen CNC-Kurs sowie durch diverse freiwillige Arbeitsgemeinschaften wie zum Beispiel einen Schweißkurs für die 8. Klassen.

Das hohe Niveau der Mittelschüler zeigte sich zuletzt beim landkreisweiten Schülerwettbewerb „Handwerk – Bau deine Idee“, an dem sich über 170 Schüler der 9. Klassen aller Mittelschulen des Landkreises, darunter alle Technikschüler der JBM, beteiligten.
Im zweiten Teil des Abends stellten die Fachlehrer der Schule und ihre Schüler die echte Praxis vor: Anschauen, Probieren und Mitmachen war angesagt.
In der Schulküche waren durch Lehrer und Schüler bereits den ganzen Tag über kulinarische Köstlichkeiten vorbereitet worden. Diese wurden nun begutachtet und ausgiebig gekostet.
Auch im Fachbereich Wirtschaft gab es ausführliche praktische Informationen. In den EDV-Räumen zeigten Schüler der 10. Klasse, was sie im Fach Wirtschaft alles beherrschen müssen.
Im Technikbereich wurde den interessierten Besuchern durch Schüler der 9. und 10. Klassen gezeigt, was sie im Bereich Werken und im CNC-Unterricht gelernt haben. Während die einen vormachten, wie das Programmieren abläuft, wurde durch die Mitschüler das Produkt an einer der CNC-Maschinen der Schule ausgefräst. Zeitgleich luden Schüler und Lehrer dazu ein, selbst mit Hammer oder Säge "Hand anzulegen".
In jedem Bereich waren auch Werkstücke ausgestellt, an denen sich die Eltern von den Erfolgen in diesen Fachbereichen überzeugen konnten.
Am Ende des Informationsabends wurde beispielsweise „Osterhasen“ als Souvenir mit nach Hause genommen.
Die Eltern bestaunten die moderne technische Ausstattung der Schule, die es ermöglicht, Fachunterricht auf hohem Niveau zu bieten. Eltern und Lehrkräfte waren auch voll des Lobes für die Schüler, die gerne ihre Freizeit geopfert hatten, um ihr Können den "Kleinen" und deren Eltern zu zeigen.

Und viele Schüler wissen jetzt, welcher dieser Bereiche im schulischen Angebot der Mittelschule sie besonders interessiert.