Mehr über das Leben der Kelten und Römer in Manching erfahren

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Manching war vor über 2000 Jahren ein bedeutendes Siedlungsgebiet der Kelten im süddeutschen wenn nicht im europäischen Raum. Zugleich befand sich in frührömischer Zeit in unmittelbarer Nähe von Manching, nämlich in Oberstimm, ein römisches Militärlager. Aus beiden Zeitepochen fanden Archäologen eine Vielzahl von Relikten, die nun im Kelten- und Römermuseum Manching präsentiert werden.

Anfang Dezember 2016 machten sich alle 6. Klassen der JBM-Cham auf, um in Manching mehr über das Leben der Römer im südbayerischen Raum zu erfahren; dazu bietet das Museum ein umfachreiches Programm auf, um Schüler in die Welt der Römer eintauchen zu lassen. In der Museumswerkstatt hörte eine Schülergruppe von Archäologin Frau Limmer, dass die Bekleidung der Römer sehr kunstvoll verzierte Schließen, Knöpfen oder Medaillons, welche auch Glücksbringer waren und die Träger vor bösen Geistern schützten, enthielten. Anschließend durfte sich eine Gruppe unter ihrer fachlichen Anleitung einen Anhänger selbst herstellen; besonders faszinierte die Schüler, wie die Archäologin die Werkstücke mittels einer Schwefellösung künstlich altern ließ. Im Anschluss führte Archäologe Dr. Pechtl die Gruppe in die Römerabteilung; in einem Bereich ist das Römerlager Oberstimm in einer Rekonstruktion dargestellt. Hier verdeutlichte Dr. Pechtl, wie die einzelnen Gebäude genutzt wurden und wie das Lagerleben in einem römischen Kastell ausgesehen hatte. Ein Schüler wurde als römischer Legionär rekrutiert und dementsprechend eingekleidet. Herzstück dieser Abteilung sind zwei relativ gut erhaltene Militärschiffe aus der Zeit von Kaiser Trajan. In einem Nachbau durften die Schüler Platz nehmen und erhielten dort wichtige Informationen zum Schiffstyp und über die Möglichkeit einer schnellen Verlegung von römischen Soldaten mit solch einem „High-Tech-Schiff“ der damaligen Zeit. Die restliche Zeit bis zur Heimfahrt nutzten die Schüler im Keltenbereich des Museums, um mittels Audio-Guides mehr über diese Epoche zu erfahren. Um viele Erfahrungen über das Leben der Menschen bzw. Vorfahren in unserem Heimatraum reicher, fuhren die Schüler nach Cham zurück.  An dieser Stelle gebührt der JBM-Lehrkraft Karin Czakalla noch ein besonderer Dank, da sie die Fahrt für alle Klassen initiiert und gemanagt hatte.